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LISA_SPIESSERLISA_SPIESSER(20) aus Dresden

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Migration [mikʀaˈʦi̯oːn]

Migration ist in Deutschland ein heiß diskutiertes Thema – wir haben recherchiert, damit du gegen Stammtischparolen gewappnet bist. Außerdem lassen wir einmal die zu Wort kommen, die es am meisten betrifft: Die Migranten selbst.

Migration ist ein heiß diskutiertes Thema – lassen wir doch einmal die zu Wort kommen, die es am meisten betrifft: Die Migranten selbst. Foto: boing - photocase

In unserer modernen Welt der globalen Vernetzung ist es alltäglich geworden, eines oder mehrere Jahre im Ausland zu verbringen, später einmal vielleicht auch auszuwandern oder in der Fremde zu arbeiten. Dabei wünscht man sich, freundlich aufgenommen zu werden in der neuen Umgebung, schnell Anschluss zu finden und sich möglichst bald wie zu Hause zu fühlen.

Wie du mir, so ich dir

Anders herum sollten wir in unserem eigenen Land so handeln, dass Ausländer gern hierher kommen. Doch leider gibt es immer wieder Stimmen, die laut werden gegen Migration, die Asylbewerber als Schmarotzer bezeichnen oder schlichtweg meinen, Fremde nähmen uns die Arbeitsplätze weg. Und mal ganz ehrlich: Das Klischeebild vom Dönermann oder Gemüsehändler steckt in vielen Köpfen. Dagegen, dass Migranten nur Dürüms rollen und Obst liefern, sprechen aber nüchterne Fakten. Zum Beispiel, dass die meisten Migranten im Baugewerbe, in der KFZ-Branche, in der Stahlverarbeitung und im Gesundheitswesen tätig sind. Das Bruttosozialprodukt erwerbstätiger Ausländer liegt jählich bei circa 128 Milliarden Euro. Ohne den Anteil der Ausländer wäre das deutsche Bruttosozialprodukt um sechs Prozent niedriger! Auch eine 2006 vom Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit durchgeführte Studie belegt, dass Migranten alles andere als „Sozialschmarotzer“ sind. Ausländer bringen den Sozialkassen Einnahmen von insgesamt 12,8 Milliarden Euro. - Alles nützliche Fakten für die nächste Kontra-Stammtisch-Diskussion.

Lebende Beweise

Migranten tun unserer Gesellschaft also nicht nur kulinarisch gut. Wer diese Behauptung wohl am besten untermauern kann, sind Alexis Hessou, Tomoko Katsumata und Marc Lalonde. Alle drei sind vor längerer Zeit nach Deutschland gekommen, haben sich hier ein Leben aufgebaut, Karriere gemacht und trotzdem ihre Kultur nicht vergessen.

Lest in der Fotostrecke, was sie zu sagen haben...

Text: Lisa Hoffmann, Foto oben: boing - photocase

 

Kommentare

michi82michi82(17) aus Münster

Gutes Essen

Denkt nur an das gute Essen, das wir geniessen können, weil es ausländische Restaurants gibt. Das Leben wäre um so viel ärmer ohne ausländische Mitbürger

Fräulein PrusseliseFräulein Prusselise(20) aus Stuttgart

Sans Papiers

Die Statements sprechen für sich: von den jungs und mädchen ohne deutschen pass kann man was lernen!

QuerdenkerQuerdenker(20) aus Altena im Sauerland

für Multikulturelll

Ich bin dafür, dass mehr Menschen sich trauen in andere Länder zu gehen und auch dort eine Heimat finden. Ich selber habe eine Tante die nach Frankreich ausgewandert ist, eine andere Tante ist gebürtige Spanierin, mein Onkel kommt aus Kenia.
Also vielleicht bin ich auch einfach tollerant aufgewachsen, aber ich find es super wie es ist. Wenn wir bei Familienfeiern zusammen treffen ist das immer sehr abwechslungsreich.
Mit der Familie meiner türkisch-stämmigen Nachhilfeschülerin pflege ich auch ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Da bin ich immer willkommen und werden obwohl ich zum arbeiten da bin immer super mit keksen und Kuchen verpflegt.

Ich bin für mehr Gastfreundschaft und Offenheit!!!

nature_sweetnature_sweet(19) aus Bremen

Da …

… gibt es ja gar kein diskutieren! Dafür sollte jeder sein! Weniger Ballermann, mehr andere Länder erleben!

Biene88Biene88(27) aus Stuttgart

Habe eine gebürtige Russin

Habe eine gebürtige Russin als Freundin, daher würd ich mich hüten, negatives über Migranten zu sagen... aber wo schon das Stichwort "kulinarisch" fiel - das ist auf keinen Fall zu verachten, v.a. wenn die Mama von ihr kocht ;o)

Kool_CatKool_Cat(21) aus Windeck

Selber Ausländer sein

sollte jedem mal in seinem Leben und zwar nicht nur im Urlaub, dann weiß man wenigstens wie das ist. Viele würden dann nicht so bedenkenlos daher reden!

nature_sweetnature_sweet(19) aus Bremen

Die Döner-Männer

sind halt die Ausländer, mit denen jeder in Kontakt kommt. Den IT-Experten mit der Green Card aus Indien sehen ja "nur" seine Arbeitskollegen.

Martin_1982Martin_1982(29) aus Kassel

Deutschland ist wie jedes andere Land auch

Man braucht halt als Ausländer immer etwas Zeit um ein anderes Land und seine Menschen zu verstehen. Das geht ja auch gar nicht anders. Ich finde nicht dass Deutschland da anders ist. Gut, die Sprache ist vielleicht schwerer zu erlernen, aber sonst?

maTmaT(26) aus Stade

Deutschland und deutsch sind halt schwer

Ich habe den Eindruck dass Deutsch und Deutschland für Ausländer schwer zu verstehen ist, weil wir halt viele Dinge verkomplizieren. Es muss immer ordentlich sein und nach der Norm. Einerseits finde ich das nervend andererseits ist es auch sehr angenehm zu wissen, dass bei uns alles geregelt ist.