Hey zusammen!
Ich habe mich neulich mit ein paar meiner Mitstudenten über Auslandssemester unterhalten und darüber, im Ausland auch nach dem Studium Arbeitserfahrung zu sammeln. Dabei kamen wir auch auf das Thema Auswandern. Die Meinungen dazu waren recht unterschiedlich - von "Klar, auf alle Fälle!" über "Nicht für immer." bis hin zu "Nein, ich möchte Deutschland nicht verlassen."
Ich selbst zähle zu der Fraktion, die sehr gerne für ein paar Jahre ins Ausland möchte, um dort Erfahrungen zu sammeln, eine Kultur und Sprache kennenzulernen. Mein Leben hier für immer aufzugeben und ein neues Leben in der Fremde anzufangen, das kann ich mir aber zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen.
Ein FSJ im Ausland, ein Praktikum, Sprachkurs oder ein Auslandssemester sind ja nichts Ungewöhnliches. Aber wie steht ihr zum Thema Auswandern? Bin gespannt, ob ihr euch das prinzipiell vorstellen könnt oder nicht...
Viele Grüße,
Dennis
verständigung
ich glaube, auswandern wäre eher nichts für mich, aber ich möchte auf alle fälle nach der schule für ein jahr ins ausland.
was ich überhaupt nicht verstehen kann, ist wenn leute auswandern und die sprache überhaupt nicht beherrschen, ich finde, dass muss die mindestvorraussetzung sein, wenigstens so, dass man sich vernünftig verständigen kann. ich kenne hier leute, die für zwei jahre in berlin ihren doktor machen wollen, aber überhaupt kein wort deutsch sprechen und auch nicht bereit dazu sind, deutsch zu lernen. die setzten vorraus, dass du alles für sie ins englische übersetzt...naja
@luisa
Kann dir da nur zustimmen. Finde auch, dass die Sprache bzw. die Bereitschaft, sie zu erlernen nicht fehlen darf. Man kann nicht erwarten, dass man mit offenen Armen empfangen wird und einen das Paradies erwartet. Man muss schon selbst etwas dafür tun und sich einbringen. Sonst fühlt man sich wirklich in der Fremde und nicht daheim.
Sprachbarriere
Ich finde es immer schwer vorstellbar irgendwo wirklich zu leben, wo ich die Sprache nicht komplett beherrsche. Im Urlaub oder für einen längeren Aufenthalt ist das ja okay. Aber auswandern? Nee. Ich denke, dass einem ohne die Muttersprache ein großer Teil der eigenen Persönlichkeit abhanden kommt. Ich denke, dass die "Einheimischen" einen nicht so kennen lernen wie man wirklich ist. Würdet ihr euch zB zutrauen einen Witz auf Englisch zu erzählen? Ich nicht so wirklich.
Sprachbarriere
aber wenn man in dem Land dann lbt lernt man die Sprache doch bestimmt voll schnelle oder? Kenne eien Französin die ist jetzt schon so 10 Jahre hier in Deutschland hat noch ein bisschen akkzent aber spricht trotzdem voll gut und immer einfach drauf los - ohne Hemmungen :)
@nico_89
Ich seh das ganz ähnlich wie du. Ich glaube, ich käme mir auch komisch vor, wenn ich mich nicht so ausdrücken könnte, wie ich möchte. Ich find das immer sehr beeindruckend und optimistisch, wenn Leute auswandern, ohne die Sprache wirklich zu beherrschen. Es ist vermutlich auch noch mal anderes, wenn man als Kind mit den Eltern ins Ausland geht und dann über die Schule integriert wird, Freunde findet und die Mentalität des Landes aufsaugt. Aber sonst stelle ich es mir recht schwierig vor...
mal sehen wo ich strande...
Ich möchte auf jeden Fall viel von der Welt sehen und , ich könnte mir auch vorstellen auszuwandern. Allerdings käme z.B. Amerika nie für mich in Frage.
Meine Tante ist nach Frankreich ausgewandert, meine andere Tante kommt aus Spanien. Das wären wenn dann auch so meine Favoriten, die Menschen sind da meistens viel offener als der Durchschnittsdeutsche. Aber das entscheide ich jetzt noch nicht, ich gucke einfach was kommt und wohin mich mein Leben treibt.
Nee, danke
Dafür müsst ich ja Hamburg verlassen... also ist es nix für mich... :-P
Würd auch gern...
...viel durch die Welt reisen - aber ob ich tatsächlich auswandern will, ich glaub's nicht.
Sich selbst finden
Ich kann mir das sehr gut vorstellen. Ich denke, dass man da eine Menge über sich selbst lernt, wenn man mal in einem ganz anderen Umfeld Menschen kennenlernt, die einen nicht kennen, keine Erwartungen haben, denen man komplett "blank" begegnen kann.
Auswandern
Hi Dennis,
das ist echt ein interessantes Thema. Ich habe mir auch schon oft Gedanken darüber gemacht. Wenn ich endlich mit meinem Abi fertig bin, möchte ich gern Englisch und Französisch studieren, um anderen die SPrachen beizubringen. Da ist es eigentlich "Pflicht" ein paar Jahre in einem entsprechenden Land zu sein. Das kann ich mir auch sehr gut vorstellen. Aber für immer? Ich glaube, das hängt wirklich davon ab, ob ich mit der Mentalität der Menschen dort zurecht komme und ob das Land mir wirklich so sehr gefällt, dass ich dort gar nicht mehr weg möchte. Deutschland ist ein sehr schönes und vor allem vielfältiges Land. Da muss mein Zielland schon einiges zu bieten haben :-)
Aber ich glaube, wenn ich einen Partner in einem anderen Land hätte, der mich bitten würde, zu ihm zu gehen, dann würde ich nicht lang zögern...
3 Monate Belgien habe ich schon hinter mir. Dort könnte ich es mir zum Beispiel gut vorstellen, langfristig zu leben.
Bin auf andere Meinungen gespannt!
Liebe Grüße
Sylvia
@Sylvia
Das seh ich ganz ähnlich. Deutschland ist ein schönes Land und da muss das neue Land schon sehr viel zu bieten haben. Ich finde eh, dass man aus Überzeugung auswandern sollte, also weil man sich komplett mit dem Zielland identifiziert und es liebt.
Schwierig
Ich finde, zum jetzigen Zeitpunkt kann sich das keiner von uns richtig vorstellen, oder? Ich glaube, da spielen auch eine Menge anderer Faktoren rein, ob man sich sein Leben in nem anderen Land vorstellen könnte. Ist ein großer Schritt und mit vielen Unsicherheiten verbunden. Dann stellt sich auch die Frage, wie weit weg das Ganze wäre. Wenn man in ein Nachbarland zieht, ist zumindest die räumliche Trennung zu den Liebsten nicht so groß, wie wenn man nach Australien auswandert. Also Auslandserfahrung gerne, Auswandern wohl eher nicht.