Ski fahren und Snowboarden sind euch zu langweilig? In vielen deutschen Skigebieten könnt ihr auch Snowtubing, Eisklettern und Snowkiten ausprobieren!

 

Snowtubing

Beim Snowtubing saust ihr die Rodelbahn mit einem aufgeblasenen Gummireifen hinab. Dabei könnt ihr eine Geschwindigkeit von 50km/h erreichen. Am Tannerfeld in Bayrischzell bringt ein Förderband die „Schneerutscher“ an den Start. In der circa 300 Meter langen Schneerinne erwarten euch dann mehrere Steilwandkurven. Bremsen und Lenken ist dabei gar nicht so einfach. Geöffnet ist die Rodelbahn aber nicht nur, wenn die Sonne scheint: In der Hauptsaison könnt ihr auch freitags  von 18.30 bis 21 die Bahn bei Flutlicht hinunter brettern.

Die Jugendherberge Bayrischzell-Sudelfeld befindet sich mitten im Skigebiet. Somit könnt ihr gleich nach dem Frühstück losrodeln.

 

Eisklettern

Eisklettern gehört zu den anspruchsvollsten Wintersportarten. Dabei klettert man an Eisformationen, zum Beispiel gefrorenen Wasserfällen oder Gletschern, nach oben. Für diese Sportart braucht ihr auch die richtige Ausrüstung: Ohne Steigeisen oder Eispickel kommt hier kein Kletterer weit! Außerdem solltet ihr dabei unbedingt einen Helm und weitere Schutzausrüstung tragen. Als Anfänger ist es besser, eine geführte Klettertour zu machen. Besonders gut Eisklettern kann man in der Nähe von Oberstdorf. Das Rubihorn ist ein wahres Eisparadies: Während Einsteiger am gefrorenen Abfluss des Gaisalpsees ihr Können testen, klettern die Fortgeschrittenen weiter oben. Dort findet man zahlreiche Routen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die Alpinschule Allgäu macht euch schon in 2 Tagen fit für das Abenteuer an der Eiswand, allerdings solltet ihr einige Basiskenntnisse im Sichern und eine gute Kondition mitbringen.

Schlaf findet ihr nach einer anstrengenden Klettertour in der Jugendherberge Oberstdorf-Kornau. Von dort aus gelangt ihr mit dem Bus auch in sechs verschiedene Skigebiete.

 

Fatbike

Ihr denkt, Fahrrad fahren im Schnee geht nicht? Falsch gedacht! Mit einem Fatbike kann selbst der tiefste Schnee euch nichts anhaben. Der Vorteil von Fatbikes sind die breiten Reifen. Sie sinken im Schnee nicht so tief ein und haben ein tiefes Profil. Außerdem haben sie meist weniger Luft im Reifen als normale Räder, daher greifen sie im Schnee besser. Mit dem Fatbike könnt ihr auch im Winter ausgiebige Touren durch die verschneite Landschaft machen oder die steilen Pistenhänge hinunter jagen. Besonders gut geht das im Berchtesgadener Land. Dort gibt es mehrere Skigebiete und Trails für ausgiebige Touren. Sogar die Bergwacht dort fährt mit Fatbikes und kommt so auch an verletzte Wintersportler, die der Hubschrauber oder ein Quad nicht erreicht. Rund 45 Minuten Autofahrt von Berchtesgaden entfernt, in Ruhpolding, gibt es den ersten Fatbike-Winterpark weltweit. Mit dem Schlepplift geht es bequem nach oben. Auf eurer Strecke nach unten erwarten euch dann zahlreiche Schanzen und andere Hindernisse. Dienstags und freitags ist der Park sogar bei Nacht befahrbar.

Um sich nach einem aufregenden Tag mit dem Rad zu erholen, empfehlen wir die Jugendherberge Berchtesgaden.

 

Snowkiten

Wem ganz normales Ski fahren oder Snowboarden zu langweilig ist, sollte mal Snowkiten ausprobieren. Bei diesem Funsport braucht ihr neben den Skiern oder dem Snowboard auch einen Kite, eine Art Lenkdrachen. Bei genügend Wind zieht euch der Drachen mühelos über die Pisten. Wird es etwas böiger, solltet ihr euch darauf gefasst machen, auch mal kurz vom Boden abzuheben. Unabhängig von überfüllten Skipisten und Liftanlagen könnt ihr mit eurem Kite nicht nur talwärts, sondern auch bergauf fahren. Freie und windige Flächen, wie es sie in der Feldbergregion gibt, sind besonders gut geeignet zum Snowkiten. Um mit dem Snowkiten anzufangen, solltet ihr ein bisschen Pistenerfahrung mitbringen. In der Feldbergregion gibt es mehrere Kiteschulen, die Kurse zum Snowkiten anbieten. Kleiner Tipp: Habt ihr einmal das Snowkiten erlernt, fällt euch auch das Kitesurfen im Wasser nicht mehr schwer.

Unterkommen könnt ihr ganz in der Nähe der Pisten in der Jugendherberge Feldberg "Schwarzwald".

 

Schlittenhundefahrt

Neben den schweißtreibenden und actionreichen Sportarten kann man es im Winter aber auch mal etwas ruhiger angehen lassen. Eine Wintersportart, bei der ihr euch nicht so sehr anstrengen müsst, ist das Hundeschlitten fahren. Hier überlasst ihr die meiste Arbeit den Schlittenhunden. In vielen schneereichen Gebieten werden geführte Touren angeboten. Bei solchen Touren könnt ihr euch ganz entspannt auf dem Schlitten zurück lehnen und die Umgebung auf euch wirken lassen, denn den Schlitten lenkt hier ein erfahrener Schlittenhundeführer. Und nach der Arbeit gibt es dann noch eine ordentliche Portion Kuscheln und Streicheln für die Zugtiere.

Schlittenhundetouren werden in vielen Regionen angeboten. Optimaler Ausgangsort für eure Tour sind die Jugendherbergen in Fulda und Winterberg.

Fünf Wintersportarten, die ihr unbedingt ausprobieren solltet