Eine blaue-weiße Fahne weht über der springenden und singenden Masse. Dazwischen sammeln Menschen mit Mülltonnen die Becher ein. Dieses Bild kennt jeder regelmäßige Konzertbesucher. Doch wer sind diese Leute und was wollen sie eigentlich?

Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. wurde in Hamburg mit dem Ziel der Verbesserung der Trinkwasserversorgung in Entwicklungsländern gegründet. In den letzten Jahren hat der Verein insgesamt dreizehn Trinkwasserprojekte in Kooperation mit der Welthungerhilfe ermöglicht und so die Lebensbedingungen von über 55.000 Menschen verbessert. Der Organisation geht es jedoch nicht nur um die konkrete Verbesserung der Trinkwassersituation oder den Umweltschutz, sondern auch um die Schärfung des Problembewusstseins. Um das Thema Wasser mehr in den Fokus zu rücken, geht Viva Co Agua dorthin, wo sich junge Menschen aufhalten. In Schulen, auf Konzerten oder in Social Networks wie Facebook, um aktiv über die Arbeit des Vereins und die Notwendigkeit von sauberem Trinkwasser für alle Menschen aufzuklären. Am bekanntesten sind jedoch die Aktionen auf Festivals und die Kooperation mit dem 1. FC St. Pauli.

Mit Musik und Fußball helfen

Wie viel kreative Ideen und Spaß manchmal bewirken können, zeigt ein aktuelles Beispiel der Arbeit von Viva con Agua. Zusammen mit dem Hamburger Kultverein St.Pauli richtete die Trinkwasserinitiative Anfang Januar zum zweiten Mal den Viva con Agua Cup aus. Zu dem Hallenkick kamen zahlreiche aktuelle und ehemalige Profis und einige Prominente zusammen. Neben der schönsten Nebensache der Welt stand aber ein aktuelles Projekt der Welthungerhilfe in Norduganda im Fokus. Für dieses Projekt wurden dank Sponsoren- und Eintrittsgeldern mehr als 25.000 Euro gesammelt. Mit diesem Geld werden nun der Bau und die Sanierung von Brunnen in dem afrikanischen Land realisiert. Uganda ist eines der ärmsten Regionen Afrikas und ist gerade im Norden des Landes seit Jahrzehnten vom Bürgerkrieg gezeichnet. Um den Bürgerkriegsflüchtlingen eine Rückkehr in ihre Heimat zu ermöglichen, fördert die Welthungerhilfe die Wiederherstellung einer Landwirtschaftsstruktur. Viva con Agua unterstützt dabei den Bau von rund 38 Wasserstellen und ermöglicht damit mehr als 25.000 Menschen der Region Oyam den Zugang zu Trinkwasser. Neben Aktionen rund um den Sport ist Viva con Agua auch auf Festivals und Konzerten aktiv und hat zahlreiche Musiker als Unterstützer.

Mit Becherpfand Gutes tun

So sind Musiker wie Pohlmann, Fettes Brot oder Jan Delay seit Jahren Unterstützer der Initiative aus Hamburg. Auf Festivals sammeln die ehrenamtlichen Helfer von Viva con Agua Becher ein und verwenden das Becherpfand für ihre Hilfsprojekte. Mit großem Erfolg, wie Christian Wiebe, Pressesprecher der Trinkwasserinitiative, beschreibt: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der letzen Festivalsaison und konnten den bisherigen Rekord von insgesamt 51.103 gesammelten Bechern noch übertreffen. Mit dem Spendenerlös aus dem Becherpfand werden wir die Trinkwasserversorgung an Grundschulen in Burundi sicherstellen und darüber hinaus den Bau von Quelleinfassungen in Ruanda ermöglichen.“

Mehr Informationen über Viva con Agua findet ihr hier.

Fotowettbewerb zum Thema Wasser

Viva Con Agua ist ein Partner bei unserem Fotowettbewerb "Zoom human rights". Wir suchen noch bis April das beste Foto zum "Menschenrecht auf Wasser". Macht mit oder wählt euren Favoriten unter www.zoomhumanrights.net

Foto: John Broemstrup