Ob Süßigkeiten, Fleisch oder Fernsehen – einer Umfrage nach hat jeder zweite Deutsche schon einmal gefastet. Doch wie wäre es, einmal etwas Neues auszuprobieren und auf Plastik zu verzichten?

Plastik ist zu einem der größten Umweltprobleme unserer Zeit geworden. Aktuell landet pro Minute ein voller Müllwagen in den Ozeanen, was einer Gesamtmenge von acht Millionen Tonnen pro Jahr entspricht. Meeresströmungen führen dazu, dass sich Strudel bilden und Teile des Plastik-Mülls in riesigen Plastikinseln gesammelt werden. Experten gehen davon aus, dass sich weltweit schon fünf dieser gigantischen Strudel geformt haben – im Nordpazifik ist ein von Menschen geschaffener Kontinent entstanden, der mittlerweile so groß ist wie Mitteleuropa. Auf jeden von uns kommen ungefähr 700 Plastikteile, die irgendwo im Meer treiben.

Höchste Zeit also, etwas zu einer plastikfreieren Welt beizutragen! Keine Angst, dazu musst du nicht dein komplettes Leben auf den Kopf stellen - es reicht schon, ein paar Gewohnheiten zu überdenken. Positive Nebeneffekte: Es spart Geld und Zeit und macht dazu noch richtig Spaß. Mit diesen Tipps wird Umweltschutz wirklich easy.

Hauptsache Kaffee

Jede Stunde landen in Deutschland 320.000 plastikbeschichtete Coffee to go Becher im Müll. Warum schlürfst du deinen nächsten Kaffee nicht aus einem wiederverwertbaren Becher? Die gibt es inzwischen in richtig stylishen Varianten. Dasselbe kannst du übrigens mit Wasser machen.

Gute Jute

Besagten Becher kannst du ganz einfach in deiner Jute verstauen, wenn du fertig mit deinem Kaffee bist. Ein Jutebeutel rüstet dich auch für spontane Einkäufe aus, vom höheren Style-Faktor ganz zu schweigen. So kannst du endlich auf die obligatorische Platiktüte im Supermarkt verzichten.

Grün shoppen

Kunstfaser-Kleidung ist eine der wichtigsten Quellen von Mikroplastik in den Ozeanen. Auch dagegen kannst du etwas tun: Ob Flohmarkt, Second-Hand-Shop oder Kleiderkreisel – Alternativen zum Kauf von neuen Klamotten gibt es genug.

Gesicht zeigen

Wenn du abends dein Gesicht wäschst, kannst du auf Reinigungsgels oder Feuchttücher getrost verzichten: Mit Pflanzen- oder Kokosöl funktioniert das genauso gut. Viele Öle besitzen sogar noch zusätzliche Schutzfunktionen für die Haut. Und: weniger Plastikmüll!

Drink gefällig?

Ein Strohhalm gehört oft einfach zu einem kühlen Getänk. Wir machen uns aber meistens gar keine Gedanken darüber, was danach damit passiert. Warum lässt du den Strohhalm bei der nächsten Bestellung also nicht einfach mal weg?

(Foto: pexels.com)

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11. Juli 2017 - 9:53