All-Inclusive ist euer Albtraum – für euch wird es erst bei Outdoor-Plänen interessant? Mit diesen Tipps seid ihr in jeder Situation gut gerüstet.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Bei Outdoor-Geschichten seid ihr meistens auf euch allein gestellt. Deshalb ist eine entsprechende Vorbereitung sehr wichtig. Stellt euch immer auf schlechtes Wetter oder Temperaturschwankungen ein: Wenn ihr in kurzer Zeit einige Höhenmeter hinter euch lasst, kann das Wetter schon mal wechseln. Plant im Voraus lieber mehr Zeit ein als zu wenig und legt euch auf eine klare Route oder Aktivität fest. Zur Vorbereitung gehört übrigens auch ein gut gepackter Rucksack.

Sieben Sachen

Hier kommt eine Faustregel ins Spiel: Euer Rucksack sollte nicht schwerer als 20 Prozent eures Körpergewichts sein. Der Schlafsack und andere leichte Gegenstände gehören ins Bodenfach, mittelschwere und Kleidung nach außen. Schwere Ausrüstung nach oben in Schulterhöhe, möglichst nah am Rücken. Dinge, die ihr griffbereit haben wollt, wie z.B. Sonnencreme, packt ihr in ein Seitenfach.

Worst Case?

Klar, ihr habt jegliches Kartenmaterial auf euren Smartphones und wirklich jeder Weg lässt sich darüber ganz einfach berechnen. Das gilt allerdings nicht unbedingt für abgeschiedene Gebiete: Hier geht’s auch mal Querfeldein – und GPS ist dann oft Glückssache. Egal wie oldschool sich das anhört: Nehmt vorsichtshalber eine Karte mit, damit ihr euch im Fall der Fälle orientieren könnt.

Gut gestärkt, guter Weg

Auch wenn Schokolade eure große Liebe ist: Im Rucksack solltet ihr lieber darauf verzichten. Alles was auslaufen oder schmelzen kann ist logischerweise nicht empfehlenswert. Wenn ihr längere Touren plant, eignet sich getrocknetes Obst sehr gut. Bei einem Tagesausflug tut’s auch ein Apfel für die Vitaminversorgung. Nüsse, Energieriegel und Knäckebrot halten lang und machen satt. Wasser ist allerdings noch viel wichtiger als Nahrung. Wenn ihr länger unterwegs seid, lohnt es sich einen kleinen Campingkocher mitzunehmen, damit ihr Wasser immer abkochen könnt, bevor ihr es trinkt. Gefäß nicht vergessen!

Kleiderordnung

Das Wetter kann immer wechselhaft sein. Deshalb ist es clever, mehrere Lagen anzuziehen und die dann an die Temperatur anzupassen. Auch wenn es nicht nach Regen aussieht, ist ein Regencape immer eine gute Idee: Die meisten lassen sich sehr klein zusammenfalten und nehmen im Rucksack keinen Platz weg. Pro-Tipp: Ein Extra-Paar Socken hilft euch nicht nur bei nassen Füßen, sondern kann zum Beispiel auch als Auflage für einen Druckverband dienen.

Verbindlich

Blasen, Sonnenbrand oder Mückenstiche: Manchmal geht einfach etwas schief. Packt vorsichtshalber Pflaster, Verbandszeug und kühlendes Gel ein. Trotzdem solltet ihr nicht vergessen, euch vorsorglich regelmäßig Sonnencreme zu gönnen.

Es werde Licht

Feuer machen ist nur an ausgewiesenen Feuerstellen erlaubt. Das Ziel: eine langanhaltende Glut ohne großen Funkenflug. Das klappt am besten mit Buchenholz. Finger weg von Nadelbäumen, das Holz brennt zu schnell herunter. Falls es geregnet hat, helft ihr dem Holz mit mitgebrachtem Papier oder Karton auf die Sprünge. Anfänger bauen ein sogenanntes Pyramidenfeuerwerk: Kleine Zweige zu einem kompakten "Nest“ aufhäufen. Die mittelgroßen Stücke außen herum zu einer Pyramide aufstellen. Drum herum die großen Stücke oder lange Scheite aufstellen. Zum Anzünden verwendet ihr am besten sogenannte Sturmstreichhölzer.

Plan B

Wenn ihr noch nicht so viel Erfahrung habt, lohnen sich erst mal Trips in sicheren Gefilden – danach könnt ihr euch in größere Abenteuer stürzen. Den ersten Trekking-Versuch aber gleich auf eigene Faust in fernen Ländern zu unternehmen, ist waghalsig. Egal wo ihr seid: Wenn etwas nicht so läuft oder ihr die Entfernung in dem Moment nicht gut abschätzen könnt, ist es sicherer zurückzugehen.

Hüttenzauber

Klar, ihr könnt natürlich zelten – aber in einer Hütte zu übernachten ist meistens etwas komfortabler. Ihr wollt das mal austesten? Plant im Voraus realistische Streckenabschnitte zwischen Hütte und Hütte. Denkt dabei daran, in welchem Gelände ihr unterwegs sein werdet und was ihr an den Tagen sonst noch erleben wollt.

Für den Notfall

Bei Platzregen könnt ihr euch mit einer Zeltplane einen Unterschlupf bauen. Gerade nicht zur Hand? Ein Dach über dem Kopf bekommt ihr auch mit Blättern und Stöcken.

(Text: Patricia Schaller, Foto: pexels.com)

 

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