Zu Fuß über die Alpen: Ein Erlebnis, das du nicht so schnell vergisst. Damit alles richtig gut läuft, solltest du ein paar Dinge beachten. Schließlich willst du ja nur gute Erinnerungen mitnehmen – und nicht zu viel schleppen. Wenn die perfekte Route steht, kann es also fast losgehen.

Welcher Rucksack – und was muss rein?

Pack auf keinen Fall zu viel ein! Ein 40-Liter-Rucksack, der nicht viel mehr wiegen sollte als acht Kilo, ist perfekt für eine Woche. Achte darauf, dass nichts am Rücken drückt.

Das Wetter in den Bergen darfst du nicht unterschätzen. Es kann eiskalt sein und Schnee liegen (warme Socken, vielleicht sogar Skiunterwäsche), es könnte sehr warm sein und Sonnenschein geben (kurze Hose, Cap, unbedingt Sonnencreme) oder in Strömen regnen (gute Regenjacke).

Bei Kosmetik-Artikeln solltest du immer zu kleinen Packungen greifen. Das Einzige, an dem du nicht sparen kannst, ist Deo – das solltest du auf jeden Fall in Originalgröße einpacken. Immerhin musst du auch mal mit einem Tag ohne Dusche rechnen.

Nimm statt normalen Handtüchern Mikrofaserhandtücher mit. Die sparen Platz, sind leichter und trocknen schneller.

Und wie?

Kleidung und Handtücher solltest du rollen, das ist die platzsparendste Packvariante.

Schwere Sachen kommen nach unten. Den Inhalt deines Rucksacks unterteilst du am besten noch mal und räumst ihn in verschiedene Plastiktüten. So wird nichts (oder zumindest nicht alles) nass, wenn etwas ausläuft oder wenn es regnet. Nimm noch ein paar zusätzliche Tüten mit.

Auch ein Regenschutz für den Rucksack muss trotz der Plastiktüten sein.

Nur ein Paar Schuhe, oder?

Die richtigen Wanderschuhe sind das Allerwichtigste. Sie sollten nicht nur ein gutes Profil haben, wasserfest und knöchelhoch sein, sondern vor allem auch bequem. Gut heißt hier übrigens nicht gleich besser: Der Preis ist egal, solange der Schuh passt. Für den Notfall gilt aber trotzdem: Blasenpflaster einpacken! 

Aber die Wanderschuhe sind nicht alles: Ganz wichtig sind Hüttenschuhe, zum Beispiel Badelatschen oder Crocs. In den Hütten darfst du oft nicht mit schmutzigen Wanderschuhen rumlaufen. Sauber genug, um sich dort barfuß oder in Socken zu bewegen, ist der Boden nicht.

Und was noch?

Beim Abstieg können Wanderstöcke sehr nützlich sein, egal wie uncool sie aussehen. Die Stöcke entlasten die Knie und machen den Weg weniger anstrengend.

Pack einen Hüttenschlafsack ein! Auf vielen Schutzhütten gibt es zwar normale Decken, aber die wurden meistens schon viel zu oft von viel zu vielen Personen hintereinander benutzt, also: dünner Schlafsack und Decke drüber!

Fülle deine Wasserflaschen lieber nicht in Bächen auf – selbst wenn das Wasser sauber aussieht, kann es verschmutzt sein. Frag lieber einfach in Hütten nach.

(Text und Fotos: Celine Lika)