Ein Besuch der Niagara Fälle ist auf fast jeder Bucket-Liste zu finden. Doch die kleine Stadt Niagara Falls, die sich gleichermaßen in Kanada und Amerika befindet, hat viel mehr zu bieten als nur gigantische Wassermassen.

Für Genießer

Als kulinarischer Einstieg eignet sich das „Savor“, welches zwar etwas schicker, aber mit ungefähr 13$ pro Gericht trotzdem noch relativ günstig ist. Das Restaurant wird nur von den Auszubildenden des Niagara Falls Culinary Institute betrieben und bietet sogar eine Showküche. Die Wasserfälle auf der amerikanischen Seite kann man am besten am Prospect Point im Niagara Falls State Park aus direkter Nähe betrachten. Das ist nicht nur tagsüber Highlight, sondern besonders bei Nacht ein großes Spektakel. Denn von Mai bis September. illuminiert jeden Freitag und Samstag um 10 Uhr abends ein umwerfendes Feuerwerk die Wasserfälle. Zu Fuß geht es dann am Niagara River entlang zurück zum HI-Niagara Falls Hostel, das sehr zentral gelegen ist.

Outfit des Tages – Poncho und Plastikschlappen

Nächste Station ist die Cave of the Winds. Obwohl nicht mehr viel von der Höhle übrig ist, die 1954 durch eine Explosion aus Versehen zerstört wurde, lohnt sich ein Ausflug dorthin auf jeden Fall. Dort wird man mit hübschen Badelatschen und einem lustigen Regenponcho ausgestattet. Über einige Holzstege kommt man zum sogenannten „Hurricane Deck“, das sich direkt neben den Bridal Veils Wasserfällen befindet. Auch wenn der Regenponcho hier nicht mehr viel bringt, ist es ein wahnsinniges Erlebnis, einen tosenden Wasserfall aus solcher Nähe zu betrachten. Mittagessen sollte man im „Top ofthe Falls“; von dort aus kann man den rauschenden Wassermassen der Horseshoe Falls beobachten. Im Anschluss daran sollte man sich auf keinen Fall die „Maid ofthe Mist“ entgehen lassen, das absolute Must-Do in Niagara Falls. Per Boot werden die Besucher in die Mitte der gewaltigen Wasserfälle gebracht. Natürlich gibt es auch hier wieder einen netten Regenponcho, der allerdings gleichermaßen nutzlos ist, denn der Name „Maid of the Mist“ (Nebeljungfer) an sich ist eine maßlose Untertreibung. Nass wird man nämlich hier in jedem Fall.

Rätsel, Rock und Riesenrad

Wer nach dem ganzen Wasserspaß mal Lust auf was anderes hat, sollte sich die Clifton Hill Street genauer ansehen. Die als „Street of Fun“ bekannte Straße birgt alles, was Spaß macht in einem Komplex. Vom Riesenrad, das auf die Niagara Fälle runter blickt, über die Geister-Achterbahn bis hin zum Schwarzlicht-Minigolfen ist hier alles dabei. Cool als Gruppe ist hier vor allem der Adventure Room, der eine Art Indoor-Schnitzeljagd darstellt. Man wird in einen Raum gesperrt und muss innerhalb von 60 Minuten als Gruppe zum Beispiel das Rätsel um den „Missing Finger“ lösen. Krasse Plottwists und Aha-Momente kann man hier definitiv erwarten! Im Sommer kann man es sich im Queen Victoria Park gemütlich machen. Am Fuß des Illumination Towers finden im Sommer wöchentlich die Coca Cola Concert Series statt – eine Reihe kostenfreier Konzerte von aufregenden Rockbands. Während man den Klängen von Newcomern und dem Rauschen des Wassers lauscht, kann man ab ungefähr 19 Uhr die Niagara Fälle in allen Farben des Regenbogens betrachten. Denn seit 1925 werden diese täglich vom Illumination Tower aus beleuchtet.

 

Text: Teresa Schmid

Bild: TranceMist (flickr.com/trancemist/), zugeschnitten