Boston, eine der geschichtsträchtigsten Städte der Vereinigten Staaten,  hat einiges auf dem Kasten, obwohl es nicht ganz so pulsierend wie New York oder Chicago ist und es sich eher wie ein großes Dorf als eine tatsächliche Stadt anfühlt. Doch das kann Boston als großes Plus angerechnet werden, denn die Heimat der Red Sox bietet die gleichen Vorteile einer Metropole, doch kommt dabei ganz ohne deren Intensität und Schnelllebigkeit aus.

Um einen Überblick über Bostons wichtigste Monumente und Plätze zu bekommen, sollte man sich an dem „Freedom Trail“ orientieren. Die vier Kilometer lange Route birgt eine einzigartige Sammlung an Museen, Kirchen, Friedhöfen, Parks und Schiffen, die die Geschichte der Amerikanischen Revolution und noch viel mehr erzählen. Die Faneuil Hall, die auch auf der Route liegt, bietet sich mit seinen zahlreichen Essensständen optimal für eine Pause an. Von dort aus gelangt man in kurzer Zeit zum Hostel  HI Boston, das sehr zentral gelegen ist. Wem danach noch der Sinn nach einem Drink steht, ist bei der Bar Back Bay Social Club gut aufgehoben, die zu Fuß nur ungefähr 15 Minuten vom Hostel entfernt ist.

Den nächsten Morgen beginnt man am besten mit einem Spaziergang durch den Boston Commons Park, der sich in unmittelbarer Nähe des Hostels befindet. Im darin gelegenen Frog Pond kann man sich im Sommer wunderbar abkühlen. Fast direkt mit dem Boston Commons verbunden sind die Public Gardens, die man in einem Schwanenboot erkunden kann. Auch spannend: Das Amphibienfahrzeug der Duck Tours zeigt nicht nur „secret spots“ in Boston, sondern fährt auch den Charles River entlang nach Cambridge, von wo aus man die Elite-Unis Harvard und das MIT bestaunen kann. Die „Hatch Shell“, welche sich am Charles River befindet, ist im Sommer ein besonderes Highlight. Fast täglich werden hier abends zum Sonnenuntergang kostenlos kürzlich erschienene Blockbuster gezeigt! Von Star Wars bis Jurassic World ist fast alles dabei.

Durch die Nähe zum Atlantik besitzt Boston etwas ganz Besonderes: Das New England Aquarium ist eines der größten Aquarien der USA. Dort gibt es nicht nur Fisch-Tanks zu betrachten, sondern auch ein IMAX-Kino, das atemberaubende 3D-Filme zeigt. Außerdem macht das Aquarium durch diverse Workshops auf die Verschmutzung der Weltmeere aufmerksam und zeigt auch gleich, was man selbst dagegen unternehmen kann. Auch spannend: die Partnerschaft mit den Boston Harbor Cruises, die zusammen eine „Whale Watching Tour“ anbieten! Ein weiteres absolutes Muss ist natürlich ein Spiel der Boston Red Sox im Fenway Park Stadium. Wer allerdings nicht unbedingt zwischen all den Hardcore-Fans sitzen will, kann gerne von der Bleacher Bar aus zusehen. Diese befindet sich direkt neben dem Spielfeld und bietet somit freien Blick auf das Geschehen.

Zum Abschluss sollte man einen Abstecher zu Bostons Nachbarstadt Cambridge wagen. Hier befindet sich die älteste Universität der Vereinigten Staaten Harvard. Die 1636 gegründete Universität kann man am besten mit einer kostenlosen, geführten Tour erkunden. Danach kann man am Harvard Square eine Pause einlegen und den talentierten Straßenmusikern zuhören – hier wurde zum Beispiel die sozialkritische Sängerin Tracy Chapman entdeckt. Im Crema Cafe kann man entspannt den Tag ausklingen lassen – am besten bei einem Süßkartoffelsandwich!

Text: Teresa Schmid

Bild: Fergus Tuomey (https://www.flickr.com/photos/wirepic/), zugeschnitten