
„Ich bin nach Deutschland gekommen, um zu studieren. Nach einem erfolgreichen Abitur in meinem Heimatsland Bénin stand ich vor der Wahl, dort zu studieren oder mit einem Stipendium ins Ausland zu gehen. Bekannte und Freunde haben mir geraten, ins Ausland zu gehen. Deren Argumente haben mich überzeugt. Die Infrastruktur war besser, ich konnte ein neues Land kennen lernen und hatte die Möglichkeit, mehr Geld zu verdienen.
Die ersten Monate waren schwer aufgrund der fehlenden Sprachkenntnisse und der großen kulturellen Unterschiede. Meine starker Wille, das Studium zu Ende zu bringen, und die Hilfe anderer Ausländer, haben mir in der Eingewöhnungsphase sehr geholfen. Nach meinem Informatik-Studium habe ich bei unterschiedlichen Firmen in der IT-Branche gearbeitet. Mittlerweile arbeite ich seit zwölf Jahren beim Softwareunternehmen Oracle.
Das Verhalten der Menschen mir gegenüber war vielfältig. Es gab Hass, Ausländerfeindlichkeit, Rassismus, aber auch Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit, vor allem seitens der Frauen. Einen Übergriff, der mir bis heute in Erinnerung geblieben ist, habe ich überlebt.
- Dabei sind Migranten wichtig für jede Gesellschaft. Sie sind eine Bereicherung. Sie bringen ihre Kultur mit und haben einen großen Anteil an den wirtschaftlichen Erfolge in Deutschland. Sie werden zu Botschaftern der deutschen Sprache und Kultur in ihrem jeweiligen Land.“